IXS Swiss DH Cup – Wiriehorn 2008
Am Freitag morgen gegen 05:30 Uhr gings los, Daniel, Kevin, Jens und ich machten uns auf den Weg in die Schweiz nach Wiriehorn. Keiner von uns kannte die Strecke, wir wussten lediglich, daß sie lang und technisch sein soll. Über den Boden und wie er bei Nässe ist wussten wir nichts, was sich als wichtigstes Merkmal der Strecke herausstellen sollte, zumindest für mich.
Als wir so gegen 11:30 Uhr angekommen sind waren noch nicht sehr viele Teilnehmer da. In aller Ruhe haben wir uns ein Plätzchen gesucht und sind unsere Startnummern holen gegangen. So gegen 13:00 Uhr waren wir das erste mal auf der Strecke und rollten gemütlich runter, bei gutem Wetter und staubtrockener Piste. Den Charakter würde ich eher als singeltrailartig bezeichnen. Die Schwierigkeit wird sein die vielfältigen Kurfen schnell und sauber zu fahren. Wir haben den restlichen Tag damit verbracht den Trail zu lernen: “Wann kommt was für eine Kurve und wie muss ich sie anfahren?”. Abends haben wir alles nochmal zu Fuß besichtigt, gegen später hat es dann angefangen zu regnen.

Am nächsten Morgen war alles naß – mal sehen wie es sich fahren lässt. Am morgen empfand ich es noch als einigermaßen fahrbar, es war zwar sehr rutschig aber alles war kontrollierbar. Verschidenste Reifen wurden ausprobiert, allerdings brachte keiner einen wirklichen Vorteil. Letztendlich hatte ich Highroller drauf, ich dachte das wäre noch das Beste, da der Boden nicht wirklich tief geworden ist – falsch gedacht.
Mittags hat es wieder zu regnen begonnen, ich im Regen den Lift hoch zum Seedingrun. Die meisten hatten den Wettscream aufgezogen, da wurde ich schon ein bisschen nachdenklich. Als ich losfuhr habe ich sofort gemerkt, daß mein Reifen auf diesem Boden nichts konnte. Es war einfach nur “out of control” den Berg runter. Die Steine im Boden waren rutschiger und unkontrollierbarer als Wurzeln – so etwas hatte ich noch nie erlebt. Nun ja, mit zwei Stürzen und einer Zeit von 06:19,400 kam ich auf Platz 26 und ins Ziel. Daniel fuhr eine 05:52,144 und hatte Platz 45, Jens 05:49,107 und Platz 42 bei den Free Men, Kevin 06:32,475 und Platz 23 bei den Free Junior.
Alle hofften wir auf Sonntag und besseres Wetter. Es regnete nicht mehr und der Boden trocknete immer mehr ab. Wir sind so gegen 10:00 Uhr zum trainieren gegangen, ich war müde, hatte Muskelkater und eine Schulter die weh tat – tolle Voraussetzungen. Die erste Abfahrt ging ganz OK, bei der Zweiten bin ich dem Jens hinterher gefahren, nur leider nicht sehr lange. Am zweiten Sprung nach dem Stepup bin ich irgendwie nicht gut gelandet. Das Bike begann zu rutschen und war nicht mehr zu kontrollieren. Ich stürtze, mein Helm schlägt auf, ich überschlage mich weiter und bleibe irgendwo ca. 6m weiter unten liegen. Fürchterliche Schmerzen durchströmen meinen rechten Arm, die Schulter und das Schulterblatt. Die Ersthelfer sind sofort zur Stelle, ziehen mich aus, können aber nichts tun und rufen den Notarzt. Mir ist schlecht, ich schaue auf meine Schulter – aber da ist keine Schultermuskulatur mehr.
Ich denke OK, alles für den Arsch du hast dir die Schultermuskulatur abgerissen, der Oberarm ist glatt durchgebrochen und am Schulterblatt ist auch noch irgendetwas. Mir ist kotzübel, ich liege da und warte – es dauert ca. eine halbe Stunde, dann ist er da, der Notarzt.
Dann die erlösenden Worte: “Klar tut das weh, du hast dir die Schulter ausgekugelt”. Glücklich schaue ich ihn an und sage: “Aber ohne Schmerzmittel brauche er gar nicht daran zu denken das Ding wieder einzurenken”. Den restlichen Tag verbringe ich im Krankenhaus, bis mich meine Kollegen abholen und wir nach Hause fahren.
Die Rennläufe haben die Jungs gut runter gebracht:
Daniel: 05:03,520, Platz 58
Jens: 05:04,086, Platz 60
Kevin: 04:54,804, Platz 12
Stieven Harmening
Dienstag 3. Juni 2008 um 09:55
uiuiui, gute besserung!!
toni
Donnerstag 5. Juni 2008 um 08:21
Gute Besserung, Stieven!
Mimo
Dienstag 10. Juni 2008 um 10:31
Gute Besserung mein Alter, ich hoffe Du bist in Thale wieder heile