Bad Wildbad IXS Cup 2007
Am Freitag Mittag, direkt nach der Arbeit gen Wildbad. Dort angekommen, ab ins Fahrerlager und nen Platz belegt. Startnummer brauchte ich nicht holen, die hat mir der Moritz und der Olli besorgt, danke an die Soulrider Kollegen. Hat nur etwas länger gedauert bis ich das Teil endlich am bike hatte, hehe.
Der Freitag war für mich die totale Katastrophe, rolle zur ersten Abfahrt und … Bremse geht nicht. Ein paar mal gepumpt und siehe da, der Druckpunkt ist wieder da. Denke mir, na ja wird schon gehen und ab auf den DH. Pfeifendeckel, ab der Schwalbe Kurve war ich ständig nur am pumpen, im letzten Waldstück dann noch ein Platten dazu. OK, hoch Platten geflickt und Ersatzbremse montiert.
Zweite Abfahrt, die Bremse versagt ab der Schwalbe Kurve, na toll. Wieder im Fahrerlager, Bremse entlüftet und zur dritten Abfahrt – die bremse hält, endlich fahren, zumindest bis nach dem GangBang. Warum kann ich nimmer treten, Kette is drauf aber das Schaltwerk baumelte da irgendwie ganz nutzlos rum – also absteigen und runterschieben.
Das war’s dann erst mal, hab aus irgendwelchen alten Teilen ein Schaltwerk dran gemurkst, das zumindest für das erste Tretstück den Gang hält.
Samstag, Wetter ist genial, ab zum Training. Und – das bike hält, ich kann endlich richtig trainieren. Au weia, ist Wildbad anstrengend, am Balkondrop kann ich kaum noch den Lenker festhalten. Ich muss meine Fahrweise ändern, es galt im oberen Teil bis nach dem GangBang soviel Kraft als möglich zu sparen. Fazit – weniger Bremsen und vor allem an den richtigen Stellen Bremsen.
Meine Familie ist gerade noch rechtzeitig zum Seeding Run angekommen, standen ewig im Stau wegen einer Polizeikontrolle.
Seeding Run und los geht’s, das erste Stück treten bis zum umfallen, rein in den DH und locker laufen lassen. Es klappt alles gut bis nach dem Steinsprung, verbremst, ich muss treten. Weiter GangBang, raus aus dem Wald, über die Strasse und laufen lassen. Dann, vor dem Soliddrop die Bremse zu spät aufgemacht, rutsche so runter und eier drüber. Der Rest lief dann OK, allerdings gefällt mir das Stück durch den Kurpark überhaupt nicht, meiner Meinung nach völlig unnötig. Egal Platz 6 mit einer Zeit von 04:23,26.
Von Samstag auf Sonntag – Regen, die ganze Nacht durch, na egal, dann isses halt naß beim fahren. Sonntag morgen noch zweimal runter, alles prima, finde Wildbad bei Nässe nicht so schlimm. Start zum Rennlauf war gegen 12:00 Uhr für mich. Also noch mal schnell das bike durchsehen – uhhh – das Last Herb hat ein Gewinde verloren. Ausgerechnet am Wippendrehpunkt, also jetzt heißt es eine Lösung finden. Ich konnte noch zwei Buchsen für die Lager und eine durchgehende Schraube organisieren – mmhhh – für eine Abfahrt wird’s schon halten.
Rennlauf, ich trete wieder was geht – man ist die Strecke abgetrocknet denke ich und behalte im Hinterkopf, dass es bestimmt nur die Stellen sind, die in der Sonne liegen. Entsprechend vorsichtig fahre ich die schattigen Stellen ein und behalte Recht. Oberhalb vor dem Steinsprung fahre ich vor einen Baum – puuhhh – gerade noch mal gut gegangen, musste nicht aus den Klickern raus. Steinsprung, über den Baum, GangBang, Soliddrop, Balkonsprung alles perfekt. Rein in den Hasentunnel – Bremse offen lassen – zu schnell, fahre zu weit nach links raus und muss voll abbremsen, antreten und weiter zum Kurpark. Auf den letzten Stücken trete ich wo ich kann, bin total froh Wildbad überlebt zu haben und fahre ins Ziel. Ich darf in den Hot Seat, bin allerdings so außer Puste, dass ich nur dasitze und vor mich hin atme. Es kommen noch fünf Fahrer, nur zwei davon sind schneller als ich, zu schön, ich bin Dritter mit einer Zeit von 04:14,55. Den ersten Platz hat sich Sascha Biegert (04:04,60) gesichert, den zweiten Platz der Thomas Schmidt (04:04,65), herzlichen Glückwunsch.
Stieven Harmening
